ZANA RAMADANI’s BUCH: Sexismus Über Männer, Macht und #Frauen

FsH Mitglied  Zana Ramadani

Im Februar beim Europa Verlag, das neue Buch von  Zana Ramadani: Die ungeschminkte Wahrheit über #MeToo: Warum wir endlich ehrlich über Sexismus sprechen müssen.

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Das Buch kann hier bestellt werden

Seit Wochen erhitzt die Kampagne #MeToo die Gemüter. Mitte Oktober von US-Schauspielerin Alyssa Milano ausgelöst, fordert der Hashtag Frauen auf, offen über sexuelle Belästigung und Vergewaltigung zu berichten. Seitdem haben unzählige Frauen weltweit bekannt, in der Vergangenheit sexuell drangsaliert worden zu sein. Auch Bestsellerautorin und Feministin Zana Ramadani hat bei deutschen Männern einiges erlebt – von eindeutigen Angeboten bis hin zu Übergriffen durch namhafte Politikergrößen. In ihrem neuen Buch spricht sie Klartext über den Sexismus vieler Männer, geht aber auch mit dem Aktionismus mancher #Feministinnen hart ins Gericht.
Unmissverständlich macht Zana Ramadani deutlich: »Vergewaltigung und andere sexuell motivierte Attacken müssen härter bestraft werden.« Dennoch warnt sie eindringlich vor einer einseitigen Debatte zugunsten von Frauen: »Wir dürfen nicht jeden dämlichen Spruch eines senilen alten Mannes an den Pranger stellen. Die Neigung, jedes missglückte Kompliment zu sexueller Gewalt zu stilisieren, verhöhnt die tatsächlichen Opfer und bremst den Fortschritt auf den wirklichen Problemfeldern des Geschlechterkampfes wie der Gleichstellung der Frau in der Arbeitswelt.« In ihrem Buch plädiert sie für eine schonungslos ehrliche Diskussion und macht deutlich, warum ein digitaler Aufschrei der Frauen nicht genügt und auch Männer Opfer von Sexismus werden können.

 

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Aufruf Mina Ahadi and Bundeskanzlerin: “Wir fordern die Ausweisung des Botschafters der Islamischen Republik Iran”

Von FsH Mitglied MINA AHADI
BITTE UNTERSCHERSCHREIBEN: Hier

Weshalb dies wichtig ist
An die Bundeskanzlerin,

Wir fordern die Ausweisung des Botschafters der Islamischen Republik Iran Ali Majedi.
Im Iran herrscht seit fast 40 Jahren ein verbrecherisches Regime, welches nicht nur die Menschen im Iran systematisch unterdrückt, sondern auch tausende unschuldige Männer und Frauen, ja sogar Minderjährige, verhaftet und brutal hingerichtet hat. Das iranische Regime hat zudem ein Netz des islamischen Terrorismus außerhalb des Irans verbreitet, wie die letzte Razzia gegen zehn Spione, die für die islamische Regierung arbeiteten, beweist.

Die islamische Regierung hat ihren verlängerten Arm durch Moscheen und islamische Zentren in Europa und damit auch in Deutschland ausgestreckt. Sie versucht durch diese Einrichtungen gegen die moderne und freiheitliche Gesellschaft vorzugehen und eine frauenfeindliche und reaktionäre Gesellschaftsvision nach islamischer Moral‐ und Rechtsvorstellung umzusetzen.

Im Iran sind tausende Menschen gegen dieses barbarisches Terrorregime aufgestanden. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung ihre diplomatische Beziehung mit dem islamischen Regime überdenkt. Die Ausweisung des iranischen Botschafters Ali Majedi wäre diesbezüglich ein erster angemessener Schritt.

Aufruf zur Verteidigung des Berliner Neutralitätsgesetzes

Bitte teilen, BITTE unterschreiben
http://pro.neutralitaetsgesetz.de/

Warum dies so wichtig ist

In Berlin leben Menschen aus über 190 Nationen und vielen unterschiedlichen Sozialisationen und Kulturen zusammen. Dies sehen wir als Bereicherung und zugleich als eine große Herausforderung an. Zusammenleben in Vielfalt gelingt nur dann, wenn wir die Vielfalt der Lebensentwürfe und Religionen / Weltanschauungen, die Individualität aller Bewohner*innen akzeptieren und für eine demokratische Stadtkultur eintreten.
Dazu bedarf es religiös und weltanschaulich neutraler staatlicher Institutionen.
Das Berliner Neutralitätsgesetz leistet einen wichtigen Beitrag zur friedlichen Gestaltung von Vielfalt: es garantiert staatliche Neutralität da, wo Menschen der Staatsgewalt nicht ausweichen können, sei es vor Gericht, bei der Polizei, im Justizvollzug oder an allgemeinbildenden Schulen. Richter*innen, Staatswält*innen, Justizmitarbeiter*innen, Polizist*innen sowie Lehrer*innen und Pädagog*innen an allgemeinbildenden Schulen dürfen keine politisch, religiös oder weltanschaulich geprägten Symbole demonstrativ tragen. Diese Regelung ist für den gesellschaftlichen Frieden in einer Stadt wie Berlin mit über 250 Religions‐ und Weltanschauungsgemeinschaften und mit einem Anteil von über 60 Prozent konfessionsloser Menschen an der Gesamtbevölkerung unabdingbar. Das Berliner Neutralitätsgesetz verdient Unterstützung, auch weil es alle Religionen und Weltanschauungen gleich behandelt. Die Diskussionen in den vergangenen Monaten zeigen einen breiten zustimmenden Konsens pro Neutralität für die Bereiche der Justiz und der Polizei. Dieselben Maßstäbe müssen aber auch für die allgemeinbildenden Schulen gelten. Dort steht das Berliner Neutralitätsgesetz politisch unter Druck.

Bitte per E-Mail Eure Unterschrift an
KONTAKT: pro-neutralitaet-berlin@gmx.de

Iran “Eine wahre Ikone der Freiheit”

Screen Shot 2018-01-04 at 2.33.45 PMEin Foto geht um die Welt, auf dem eine Frau ihr Kopftuch abnimmt und wie eine Fahne nach oben streckt. Es ist nun zu einem Symbol der Proteste gegen die islamische Regierung im Iran geworden. Ein Überblick über einige Reaktionen.

Mina Ahadi, Menschenrechtlerin und Vositzende des Zentralrats der Ex-Muslime, erklärte: “Sie ist ein Symbol für mutige Frauen, die seit Jahren gegen den Kopftuchzwang kämpfen. Die Revolution im Iran ist weiblich. Dieses Foto zeigt, dass das Kopftuch nicht nur ein normales Kleidungsstück ist, sondern ein wichtiges Instrument gegen alle unsere Rechte als Frauen, ja als Menschen.”

Der Politologe und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad bezeichnete die junge Frau als eine “wahre Ikone der Freiheit” und als eine “Frau des Jahrhunderts”. Sie sei “nicht nur eine Feministin, sondern auch eine Humanistin, die sich für die Freiheit einer ganzen Nation einsetzt”. Abdel-Samad betonte ihren Vobildcharakter: “Für alle Frauen in der islamischen Welt und im Westen kann so die Freiheit der Frauen erreicht werden: Indem man sich für sich selbst einsetzt und Nein sagt, nicht indem man ein System von Männern für Männer akzeptiert und verteidigt!”

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Zana Ramadani: PRO & CONTRA GesichtsverhüllungsVerbot

FsH Mitstreiterin Zana Ramadani

Seit 1. Oktober ist in Österreich das “Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz” in Kraft. Ursprünglich als Burka- und Niqabverbot geplant, betrifft es aber auch jene, die sich den Schal zu tief ins Gesicht gezogen haben. Beamtshandelt wurden aber auch Maskottchen, etwa jenes der Demokratiewerkstatt des Parlaments. Zu Gast bei TV Sendung„pro&contra“ Dezember 2018 zieht Zana Ramadani, frischgebackene Mutter und Feministin, in den Kampf für Freiheit, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen.

Hier ihr fb statement an diejenigen, die sich über Ihren Vergleich einer Burka mit einem Müllsack in der Sendung „pro&contra“ empört haben:

FSH_Burkafrauen-Zana_Ramadani-fb“Für die, die meinen Vergleich in der Sendung „pro&contra“ nicht verstanden haben!
Natürlich ist ein Vergleich mit einem Müllsack mehr als hart. Aber verdammt nötig, um den Menschen begreiflich zu machen, was es bedeutet, wenn man eine Entmenschlichung der Frau zulässt!
Wenn man einer Frau die Weiblichkeit nimmt, dann nimmt man ihr die Menschlichkeit. Man nimmt ihr die Würde. Man degradiert sie zum Gegenstand.  Und was tut MANN mit Gegenständen? Er benutzt ES, so wie MANN es will. Und wenn ES benutzt und verbraucht ist – dieser Gegenstand-, dann kann MANN ES einfach wegwerfen. Auf den Müll mit dem beschädigten Gegenstand!
Versteht Ihr jetzt, wieso es so wichtig ist es so hart auszudrücken?
Aber wie soll man Euch Relativierer und Propagandisten das sonst noch erklären?
Jeder, der das auf irgendeine Art und Weise rechtfertigt, entschuldigt, „freiwillig trägt“ etc. macht sich an der Entmenschlichung von millionen von Frauen weltweit mitschuldig!
Ihr relativiert und schützt ein blutbesudeltes Gefängnis!!!!”

Rebecca Sommer: “Kein Kopftuch in Schulen, welche Kultur wird vermittelt?”/ Refugee Teachers Program

FsH Mitstreiterin Rebecca Sommer

Zur Radiosendung: hier

Auzug aus dem Radiobeitrag:

Kopftuch – ja oder nein?

Wäre die Begeisterung für die arabische Assistenzlehrerin auch so groß, wenn sie ein Kopftuch trüge? Solveig Reichardt und Schulleiterin Ines Tesch antworten beide mit einem klaren “Ja”. Auch die Landesregierung will geflüchteten Lehrerinnen das Kopftuchtragen im Unterricht nicht verbieten. Ein Verstoß gegen die Neutralitätspflicht von Schulen läge erst vor, wenn eine Lehrerin zum Beispiel verbal für den Islam werben würde. Für Rebecca Sommer, Leiterin der Arbeitsgruppe Flucht und Menschenrechte in Berlin, wird damit vernachlässigt, welchen Einfluss Lehrerinnen auch indirekt ausüben.

“Eine Lehrerin mit Kopftuch ist wie ein stummes, aber beredetes Zeichen, dass die islamischen Normen Geltung haben für sie. Wollen wir diese Form von Weltanschauung, wo man die Evolutionsgeschichte komplett in Frage stellt? Wo eigentlich alles, was der Koran sagt, höher gestellt ist als alles Wissenschaftliche? Wollen wir das wirklich als Lehrer? Wie gehe ich darauf ein, wenn diese Lehrerin so religiös ist, dass sie zum Beispiel eben auch keinem Mann die Hand geben würde?”

Bislang wirbt die Universität Potsdam auf ihrer Homepage für das “Refugee Teachers Program” auch mit Fotos, auf denen Frauen Kopftuch tragen. Nach Ansicht von Rebecca Sommer weckt dies nicht nur falsche Anreize, sondern eventuell auch falsche Hoffnungen. Tatsächlich wurde einer Absolventin des Programms bei einem Vorstellungsgespräch eröffnet, dass sie nur ohne Kopftuch unterrichten dürfe. Frank Quella vom Schulamt Brandenburg an der Havel erklärt: Dies sei ein Ausnahmefall. Die betreffende Schule liege in einer Brennpunktregion:

“Also im Prinzip müssen wir gucken in dieser Brennpunktregion hier in Potsdam, wo sehr weit rechts gewählt worden ist, die Lehrkraft vor eventuellen Übergriffen zu schützen. So dass wir da nach Alternativen gucken müssen.”

Mit seinem Pilotprojekt kann das Land Brandenburg Weichen stellen. Insbesondere, da es seit einem halben Jahr zwei Nachahmer-Projekte an den Universitäten Bielefeld und Göttingen gibt. Im nächsten Jahr wird entschieden, welche Assistenzlehrkräfte fest an Schulen übernommen werden. Hend Al Khabbaz würde sich über eine feste Stelle freuen. Sie überlegt, noch ihr deutsches Staatsexamen zu machen. Wie es danach weitergeht, steht für sie in den Sternen.

“Das ist nicht klar, was passiert in Zukunft. Syrien hat einen Krieg. Ich habe keine Ahnung, wie das zu Ende in unserem Land. So bleibe ich hier, solange ich kann bleiben.”

Zum Artikel hier

Mina Ahadi: “Wenn Probleme nicht ernst genommen werden, dann hilft das nur denen, die gegen Ausländer hetzen.”

19. Okt 2017 Von Petra Adick, Humanistischer Pressedienst

Die Bundestagswahlen machten deutlich, dass sich das politische Klima in Deutschland verändert hat. Der hpd sprach mit der Vorsitzenden des Zentralrates der Ex-Muslime, Mina Ahadi, über das Erstarken von islamistischen Kräften im Lande und den Reaktionen darauf, die auch darin bestehen, dass die AfD mit mehr als 12% Wählerstimmen in den Deutschen Bundestag eingezogen sind.

Bei den letzten Wahlen hat die AfD 12,6% der Stimmen bekommen. Frau Ahadi, was ist los in Deutschland?

Mina Ahadi: Es gibt in Deutschland eine große Unzufriedenheit. Es geht sich dabei nicht nur um das Kopftuch und den Einfluss der Islamisten, die jeden Tag neue Forderungen stellen wie z.B. die Diskussionen über halal und haram in Schulen.

Es geht auch nicht nur um die Flüchtlinge, die hier in Deutschland leben. Leider wird immer vergessen, wieso diese eigentlich hier sind, aus welchen Gründen sie geflohen sind und welche Rolle die europäischen Regierungen dabei gespielt haben. Im Grunde geht es sich um die zunehmende Unsicherheit und Verarmung in der Gesellschaft.

Die Menschen sind wach geworden und sehen, dass das politische System einfach ohne sie weiter macht. Das schmerzt. Die Reichen werden reicher und die Armen ärmer. Man sieht mehr und mehr Rentner, die auf den Straßen nach Pfandflaschen suchen. Haben das Menschen nach 40 Jahren Arbeit verdient? Laut einer Statistik sind 42% aller Alleinerziehender arm oder armutsgefährdet. Ist das wirklich das Beste, was ein reiches Land wie Deutschland seinen Bürgern zu bieten hat?

Eines der grundlegenden Probleme ist, dass alle vier Jahre Wahlen stattfinden und dass danach die Parteien machen, was sie wollen. Vor den Wahlen wird sehr viel versprochen und danach sehr wenig getan. Wie wir gesehen haben, sind der Islam und der politische Islam und alles was dazugehört auch zum Wahlthema geworden. Aber kaum eine Partei redet über diese Probleme Klartext. Die deutsche Regierung mit ihrer bisherigen Politik ist auch nicht die Antwort, sondern ein Teil des Problems, und jetzt haben wir die AfD am Hals.

Angeblich sind 60% der Menschen, die die AfD gewählt haben, nicht mit deren Programm einverstanden. Diese Menschen haben die AfD nicht gewählt, weil sie systemkritisch ist oder gute Lösungen gegen Arbeitslosigkeit oder Altersarmut hat, sondern weil sie sagt, dass wir diese Probleme haben, weil so viele Ausländer, so viele Flüchtlinge, nach Deutschland gekommen sind.

Einer der wichtigsten Punkte dabei ist die Kritik am Islam und am politischen Islam. Leider geht es der AfD aber hierbei nicht um eine sachliche, humane Diskussion, sondern letztendlich läuft es auf eine Hetze gegen Ausländer hinaus. Die AfD ist die einzige Partei, die diese Themen anspricht, aber nur, um sie für ihre eigenen Zwecke zu verwenden. Alle anderen Parteien haben bislang versucht, diese Themen zu ignorieren oder zu verharmlosen.

Bedeutet das, dass das Thema Islam und politischer Islam einer der Schwerpunkte für viele Menschen ist?

Leider ja. Wenn ich mit meiner Familie im Iran rede, dann verstehen sie nicht, warum Islam und Islamismus zum Thema bei den Wahlen werden konnte. Doch der politische Islam ist hierzulande sehr aktiv hier und hat viel Einfluss gewonnen.

“Die Probleme … haben aber nicht damit angefangen, dass Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, sondern weil … der politische Islam … versucht, sich hier in Europa durchzusetzen…”

Man sieht immer mehr Frauen auf den Straßen, die ein Kopftuch tragen. Es gibt mehr und mehr Druck und Klagen, das Kopftuch, z.B. am Arbeitsplatz oder in den Schulen, zuzulassen. Es werden mehr Moscheen gebaut. Wenn Sie glauben, dass dies ein Ausdruck einer zunehmenden, individuellen Religiosität der Menschen ist, dann haben Sie den politischen Islam nicht verstanden. Schauen Sie sich nur die Türkei an. Ein systematisches Programm und Druck der Islamisten sägt ständig an den säkularen Strukturen dort. Jetzt wird die Evolutionstheorie aus den Schulbüchern gestrichen. Wer hat das gefordert?

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