REBECCA SOMMER: Berlin-Hopping. Eine „Point-of-view“-Sommer-Story

11.5.2019 – Berlin-Hopping. AFD, CDU/WerteUnion, Iranische Demo am Brandenburger Tor, oder auch wie meine Journalist Union sagen würde:

Eine “Point-of-view“- Sommer-Story

Von Rebecca Sommer

“Morgenstund hat Gold im Mund“, sagte ich zu meiner Kollegin, die sowohl Teil unserer Initiative an der Basis als auch Mitglied der WerteUnion ist. Gemeinsam trafen wir Alexander Mitsch, den Vorsitzenden der „Werteunion“, von seinen innerparteilichen Gegnern auch als “Merkel-Muss-Weg-Mann“ simplifiziert, am Flughafen Tegel. Zu dem frühen Zeitpunkt war kaum absehbar, was für ein verzettelter, was ein spannender wie irrer Berlin-Hopping-Tag uns noch erwarten würde in diesem kunterbunten und dabei doch so dreckigen Berlin – in Deutschlands Hauptzentrale.

Unter der Federführung von Mitsch hatte die WerteUnion mächtig an Fahrt aufgenommen. Diese konservative Gruppe innerhalb der CDU startete erst so richtig durch, als diese den Kampf gegen die Verabschiedung des UN-Migrationspaktes aufnahm.
Für mich war der Christdemokrat Mitsch einer der wenigen etablierten Parteimitglieder, die ich mit meinen Bedenken, die insbesondere aus meiner langjährigen Arbeit in der UN resultieren, erreichen konnte.
Zur Erinnerung: Unsere Regierungsspitze hatte mit Vorsatz (denn anders kann man sich die äußerst verspätete und zögerliche Herausgabe von Informationen zu den UN-Pakten nicht erklären) den für uns alle katastrophalen New Yorker UN-Deal 2016 für ein neues Migrationsrecht, flankiert von einem UN-Replacement-Migrations-Bevölkerungsentkorkungs-Plan und anderen UN-Zielen unter Verschluss und damit meiner Meinung nach sogar unter Diskussionsverbot gehalten.
Die Hiobsbotschaft wurde Teilen der Bevölkerung aber trotzdem bewusst, nicht nur wegen der AfD, sondern auch dank der Bemühungen und des Aufbegehrens solcher neuer Bewegungen wie der WerteUnion oder beispielsweise dem konservativen Berliner Kreis der CDU. Nur leider hatten wir, das Fußvolk, ja weder etwas zu melden, noch sollten wir das auch. Immerhin hatte es aber ein Mitglied der WerteUnion geschafft, eine Petition nach zig Ablehnungen gegen den Migrationspakt in den Petitionsausschuss zu bringen. Und wenigstens bekam der Beschluss des Bundestags noch einige einschränkende Klarstellungen. Zumindest “for the record“.

Für mich herausragend in der Berichterstattung und Aufklärung über den UN-Migrationspakt waren u.a. Stefan Aust von der Welt, Wirtschaftsjournalist Norbert Häring sowie Roland Tichy mit seinem scharfen Einblick.

Besprechung Rebecca Sommer (Initiative an der Basis) und Alexander Mitsch (WerteUnion)
Besprechung Rebecca Sommer (Initiative an der Basis) und Alexander Mitsch (WerteUnion)

Beim Treffen mit dem Vorstandsvorsitzenden der WerteUnion ging es vornehmlich um die Sondierung einer Zusammenarbeit mit unserer Initiative an der Basis. Der Besprechungsort war in diesem Fall der Bus der BVG (pünktlich, ganz in echt – ehrlich!). Mitsch fand hier schnell die richtigen Worte, geradeheraus formulierte er uns gegenüber auch seine Bedenken. Wie soll man erzählen, was Alexander Mitsch will? Ich glaube, er will wirklich unser Land retten. Haargenau das wollen wir auch! Deshalb treffen wir uns doch, dachte ich sofort.

Eine Busfahrt durch Berlin: Meine Kollegin und ich erzählten von den vielfältigen Erfahrungen und unserem Fachwissen und berichteten vom kritischen Blick der Initiative an der Basis auf die aktuelle Asyl-Migrationspolitik. Und wir entwickelten eine Idee davon, wie unsere Ansichten mit denen der WerteUnion zusammengehen könnten.

Da es bis zum Beginn der Veranstaltung des Berliner Kreises noch etwas dauerte, denn deswegen waren wir ja hier in der Hauptstadt zusammengetroffen, schleifte ich meine Kollegin noch mit zum Frühstück der 1. Konferenz der freien Medien der AfD. Geht das denn? Darf man das überhaupt ohne sich automatisch ins Abseits zu stellen?

Zu beiden Veranstaltungen gab es vorab heftigsten Gegenwind aus den eigenen Reihen.

Sylvia Maria Pantel (Berliner Kreis/CDU) und Hans-Georg Maaßen (WerteUnion/CDU)
Sylvia Maria Pantel (Berliner Kreis/CDU) und Hans-Georg Maaßen (WerteUnion/CDU)

Der Kongress des merkelkritischen Berliner CDU-Kreises, geplant im Fraktionssaal im Bundestag, wurde wegen dem der WerteUnion angehörenden Ex-Verfassungschef Hans-Georg Maaßen vom “CDU-„Generalstab“ dort nicht zugelassen. Sylvia Pantel und Klaus-Peter Willsch zogen dementsprechend mit ihrem konservativen Berliner Kreis kurzentschlossen – mit Herrn Maaßen – in ein anderes Gebäude des Bundestags um.

Zum 1. Kongress der Freien Medien“, initiiert von den AfD-Abgeordneten Nicole Höchst, Udo Hemmelgarn, Petr Bystron und Uwe Schulz im Fraktionssaal im Bundestag, gab es ähnlichen innerparteilichen Stunk wegen des eingeladenen Milo Yiannopoulos, gefeierter und verhasster US-amerikanischer Social-Media-Star aus der Trump-Ecke.

Er soll zu einer Beziehung eines 13-Jährigen mit seiner Lehrerin gesagt haben, oft sei der Minderjährige der Schuldige, der seine Lehrerin verführe. Auch soll der inzwischen 32-Jährige in den USA lebende Yiannopoulos Sex mit einem katholischen Priester „Vater Michael“ gehabt und als positive Erfahrung gewertet haben. Wobei zum Zeitpunkt der AfD-Krisensitzung und der dort gefällten Entscheidung den Stargast wieder auszuladen vor allem als Grund angegeben worden sein soll, man könne den Sachverhalt insgesamt zeitlich nicht genügend überprüfen. Ohne den ausgeladenen Gast irgendwie zu bewerten – ich kenne ihn nicht – zeigt sich doch zumindest, dass ein ewig geprügelter Hund dann eben doch schneller den Schwanz einzieht.

Schon bei unserer Ankunft im AfD-Fraktionssaal trugen wir maßgeblich zur Verbesserung der Frauenquote in der Schreiberlingsgilde bei. Vornehmlich nahmen ganz offensichtlich vor allem Herren teil, mindestens einer hübsch verziert mit Fliege, ein paar andere mit Krawatte – aber wichtig waren sie wohl alle.

Relativ zeitnah traf auch der Filmemacher Imad Karim ein.
Für mich ist Karim eine Art Fels in der Brandung. Gerade wenn es um den Islam und die damit einhergehenden Gefahren geht, nimmt er als einer der wenigen kein Blatt vor den Mund – auch wenn es eben kaum einer hören will. Unter großem Verlust sowohl seiner Nerven – als auch finanziell, wie wir später von ihm in der Fragestunde und Diskussionsrunde mit Medienanwalt Ralf Höcker erfuhren. So habe er schon einige 10.000 Euro an Gerichtskosten zahlen müssen. Der Anlass hierfür waren Anzeigen gegen ihn aufgrund seiner Islamkritik.

Aus dem Raum kam daraufhin der Vorschlag, “ein gemeinsamer Fond könne die Lösung sein, wo alternative unabhängige Medienmacher und Spender wie eine Art Versicherung für alle einzahlen könnten, um dann eben solche Anwaltskosten zu tragen. Nur solle dieser Fond nicht in der Hand eines einzelnen Medienanwalts sein, sondern von einem unabhängigen Gremium verwaltet werden.“

Medienanwalt Prof. Ralf Höcker, übrigens selber Mitglied der WerteUnion, der u.a. auch Imad Karim vertritt, informierte die Social-Media-Stars, Blogger, Videomacher, Journalisten bzw. die alternativen Presseleute über die aktuelle Rechtslage in Deutschland, das Recht auf Privatsphäre, Intimsphäre und wo Diffamierung anfängt, wo sie aufhört und setzte ein Zeichen für Pressefreiheit.

Noch etwas war interessant: Befindet man sich in einer Versammlung, in einer öffentlichen Veranstaltung, dann dürfen die Pressefotografen ihre gemachten Bilder auch veröffentlichen, aber nicht unbedingt, wenn z. B. jemand vor einer Veranstaltungstür steht und draußen eine rauchen geht. „”Nix wie weg“ hätte meine Kollegin spätestens dann gesagt, aber sie war zu dem Zeitpunkt schon zur CDU-Berliner-Kreis-Veranstaltung rübergewechselt, die im ersten Teil ohne Presse tagte. Vielleicht legte ja auch ein Herr Brinkhaus Wert darauf, sich nicht von selbiger ablichten zu lassen?
Wo, so hörte ich, die Fetzen flogen – bezüglich des Themas “ein muslimischer Kanzler sei grundsätzlich möglich in DE“ –, denn Herr Brinkhaus scheint noch immer nicht verstanden zu haben, dass die Scharia bzw., der Islam z.T. eben nicht mit unserem GG vereinbar sind.

Hier an dieser Stelle möchte ich auch noch anmerken, dass mein „islamkritischer“ Bekannter von den säkularen Grünen vorab eindringlich riet: “Rebecca! Um Gottes Willen, überleg mal: Ein Bild von dir auf einer von der AfD-organisierten Veranstaltung! Noch schlimmer, mit Einem von der AFD im Bild. Danach bist du doch verbrannt, geh da nicht hin.”
Warum eigentlich? Wieso ist das Besuchen einer Konferenz der alternativen „freien“ Medien in unserer “Noch”-Demokratie, ausgerichtet von einer rechtmäßig gewählten Partei, schon ein Problem? “Kontaktschuld“? Lieber P., wir Frauen sind geübt, damit damit umzugehen, weil in unserem kollektiven Bewusstsein immer noch die Gewissheit darüber existiert, dass wir uns bei allem Möglichen verbrennen können. Aber ich brenne von innen! Daher möchte und werde ich mit jedem reden und ihm zuhören, dem unser Land, Leute, unsere Menschen- und Völkerrechte genauso wichtig sind wie mir.

Zudem besteht auch unserer Initiative an der Basis aus einem Blumenstrauß politischer Vielfältigkeit, von dem andere nur träumen können.

Bevor ich mich aber vom Freien-Medien-Kongress der AfD im Bundestag zum öffentlichen Teil der Berliner-Kreis-CDU-Zusammenkunft aufmachte, musste ich mir noch schnell mein Hundeabwehrspray und Nagelsaubermachgerät zum Aufklappen – ihr wisst schon – von der Bundespolizei/Security zurückgeben lassen. Heutzutage, auch dank UN-Zielen und, ich betone nochmal, Migrationspakt-Ideologie, weiß man ja nie.

Die Atmosphäre beim Berliner Kreis der CDU – ein vollgepackter Raum, mit eben nicht nur einem Dutzend Leute, wie eine Zeitschrift schrieb, sondern wirklich bis zum letzten Platz besetzt – war deutlich anders. Man sah tatsächlich auch viele Frauen.
Sigrid Herrmann-Marschall weckte mit ihrem detaillierten Vortrag über die Strukturen der islamisch-politischen Akteure wohl so einige Teilnehmer auf, mit denen ich im Nachhinein sprach. Manche schienen über das ganze Ausmaß, also sowohl, in Bezug auf die Verbreitung, als auch die Finanzierung über öffentliche Gelder anbelangt, wirklich schockiert zu sein.

Hans-Georg Maaßen (WerteUnion/CDU), Rebecca Sommer (Initiative an der Basis)
Hans-Georg Maaßen (WerteUnion/), Rebecca Sommer (Initiative an der Basis)

Die Rede des ehemaligen Verfassungschefs und WerteUnion’lers Hans-Georg Maaßen verpasste ich zwar, dafür konnte ich später kurz mit ihm sprechen. Er hat Recht: Angesichts der massiven UN-paktischen Migration von postmodern islamisch-tribal geprägten Stammeskulturen, die oftmals unter dem unwahren Deckmantel von Not und vorgeschobenen Fluchtgründen stattfindet, benötigen wir insbesondere wegen unseres Grundgesetz-Artikels 4 der Religionsfreiheit eine Gesetzesänderung.

Mit Blick auf die stetig anwachsende muslimische Gegengesellschaft der Zweit- und Drittgenerationen, ist dies umso mehr erforderlich. Auch benötigen wir ein Gesetz in Bezug auf den Islam, um dem – und das sind nun meine Worte – stetig wachsenden Herrschaftsanspruch und -gebaren endlich einen Riegel vorzuschieben – nein, sogar noch deutlicher: um diesen Anspruch zurückzudrängen.
Denn wir werden schon verdrängt und an die Wand gedrückt mit unserer falschen Toleranz gegenüber den Intoleranten. Maaßens Ansichten deckten sich mit meinen eigenen Erfahrungen. Es sind eben nicht nur die sichtbaren zottelbärtigen Pumphosen-Salafisten, sondern auch viele oftmals modern und integriert wirkende Muslime, die uns Bürgern Deutschlands letztendlich gefährlich werden können, sowohl politisch und kulturell, als auch sicherheitstechnisch. Wie oft habe ich doch selber als Flüchtlingsbegleiterin mit Erschrecken bemerken müssen, dass der nette Ali, der höfliche Osama oder der junge Ayham, der fleißige Hussein, allesamt rasiert, sogar mal trinkend oder Schweinefleisch probierend, den Dschihad, Frauen-, Schwulen- und Judenhass sowie die Verachtung unserer Weltanschauung tief in sich verwurzelt und verinnerlicht haben und mit viel Mühe und List versuchen zu verstecken?

Rainer Wendt (Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft), Rebecca Sommer (Initiative an der Basis)
Rebecca Sommer (Initiative an der Basis), Rainer Wendt (Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft)

Rainer Wendt nahm auch teil. Unsere Initiative an der Basis hat Forderungen seiner Polizeigewerkschaft übernommen. Im Übrigen sind auch einige Polizisten Teil unserer Basisinitiative. Ihnen fehlt vor allem die politische Unterstützung, sie werden mit ihren Erlebnissen alleingelassen. Dies ist doch unfassbar und macht traurig. Aber das geht uns ja allen so. Ob Lehrer oder Sozialarbeiter, – Geschichten über Geschichten.

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Ich will aber noch auf ein drittes Berliner Event das Augenmerk lenken, weshalb ich Herrn Maaßens Vortrag verpasste: Unsere iranischen Kolleginnen, die am Brandenburger Tor protestierten und ihre Forderungen an unsere Regierungschefs und die EU richteten. Sie, nein wir wollen, dass die iranische Nationalgarde des Mullah-Regimes auf die Liste der Terrororganisationen gesetzt wird. Träumen kann man ja noch in unserem islamophilen, stammeskulturaffinen, sich selber aufgebenden Deutschland.
Dazu hielt Houvash Pourkian, mit der wir von der BasisInitiative schon beim Migrantinnenmarsch in Hamburg kooperierten, eine Rede mit Forderungen wie ein Verbot des Al-Quds-Tages in Berlin – ja, genau der, an dem schiitische Muslime meist als Verlängerung des Mullah-Regimes erlaubterweise jedes Jahr aus Neue auf offener Strasse ihrem Juden- und Israelhass Ausdruck verleihen dürfen.
Dasselbe islamische Mullah-Regime, unter welchem Frauen und Männer gefoltert, ermordet und gesteinigt, wo Frauen, die im Iran ohne Kopftuch auf die Straße gehen, im Gefängnis landen und schwer dafür bestraft werden. So auch die prominente Rechtsanwältin Nasrin Sotudeh, die im Juni 2018 dafür verhaftet wurde, dass sie drei Frauenrechtlerinnen verteidigte: Sie wurde hierfür zu 38 Jahren Gefängnis und so vielen Peitschenhieben verurteilt, dass man nicht weiß, ob sie das überhaupt überleben wird.
Auch Yasmin war bei der Demonstration, eine Iranerin, die seit Kurzem in Deutschland lebt, und die ich in Hamburg kennengelernt habe. Sie erlebte in ihrer Zeit im iranischen Scharia-Gefängnis, wie einer im siebten Monat schwangeren Frau eine am Hals abgeschlagene Flasche in das Geschlechtsteil und den Anus gerammt wurde, bis diese arme Frau unter fürchterlichsten Schmerzen an dieser grausamen Folter verstarb. Yasmin wurde gezwungen zuzuschauen, so erzählte sie mir, dabei bitterlich weinend.
Der Mann, so Yasmin, erlitt dasselbe Schicksal, weil er mit dieser Frau unehelichen Sex gehabt hatte. Der Grund, warum die beiden überhaupt im Gefängnis gelandet waren. Von ihm hörte Yasmin nur die Schmerzensschreie. Allerdings finanzieren die in der Bundesregierung sitzenden Leute und ihre Ministerien mit deren Finanztöpfen immer wieder islamisch-schiitische Verbände, was Sigrid Herman-Marschall ein paar Meter weiter in der CDU-Veranstaltung detailliert erklärte, die wegen Herrn Maaßen aus dem Bundestag umgezogen war und bei welcher auch er sich u.a. auch über diese unfassbaren Zustände und islamisch-politisch gesteuerten Strukturen mit großer Besorgnis äußerte.

Am Abend nach den Veranstaltungen der CDU und AfD fanden in der Stadt verschiedene Zusammenkünfte statt. Party-Hopping war also weiter angesagt. Bei einem gediegenen Glas Wein und Essen in altbürgerlichenm Ambiente wurde mit Mitgliedern der WerteUnion über Marxismus, Sozialismus, Demokratie, indigene Völker und den UN-Migrationspakt diskutiert.

Danach, zur Nachfeier der AfD-Veranstaltung aus dem Taxi steigend, kam ich mir vor wie in Klein-New York: Celebrity-Gerangel mit Ellbogen und Co., Foto, Selfies, Video und so. Der hochblondierte Milo Yiannopoulos war da, und (fast) jeder kämpfte – so sah es aus – um den Platz an der silbrig-weiß blondierten Sonne. Aber wo waren die Frauen? Ich sah kaum eine. Ein Mix aus New York und türkisch-arabischem Männercafé im Kleinformat, nur lange nicht so geruhsam.

Dann zogen wir im kleinen Kreis mit Imad Karim und anderen noch weiter, um endlich etwas zu essen. Dort befreundete ich mich in einem langen netten Gespräch mit einem der Social-Media-Stars, bis der mir mit seinem „Koks-und-Nutten-kaufen-Spruch“ dermaßen auf die Nerven ging, dass ich mich mit Nachdruck wieder abwandte. Noch ins Taxi einsteigend fauchte ich ihn an, dass ich Männer, die es anscheinend okay finden, ihre sexuellen Bedürfnisse in gekaufte Menschen wie in einen Mülleimer zu entleeren und das sogar okay finden, nicht ausstehen kann und solche Typen nicht zu „meinen Leuten“ gehören. Unsere Initiative an der Basis ist selbstverständlich wie auch Terre de Femmes für das nordische Modell, wonach Freier bestraft werden sollen.
Ich stieg dann aufgebracht ins Taxi und schlug dem Social-Media-Typen die Tür mit Schmackes vor der Nase zu.

Der Taxifahrer war ein nicht muslimischer Kurde, wie ich herausfand. Mit ihm führte ich dann eines dieser typischen Gespräche, welches wohl viele von uns
– aber anscheinend die Politiker nicht – kennen, über die Problematik der Migrationsschwemme, des Islams, dem wachsenden Einfluss der Islam-Verbände, dem Unverständnis, wieso die Regierungsleute das alles so durchgehen lassen, der Angst und Sorge, wie das denn weitergehen soll auch angesichts der explodierenden Geburtenrate gerade von Seiten der shariagetreuen Muslime.

An meinem Ziel angekommen, und nachdem ich gezahlt hatte, kam dann die Frage – ich betone – um 2:30 Uhr morgens: “Willst Du noch einen Kaffee mit mir trinken gehen?“
Also wirklich, echt jetzt!!!?
Wen wundert es noch, dass mich dieses Angebot allerdings nicht wirklich überrraschte, sondern zur Serie zigfach gemachter Alltagsbegegnungen mit – sagen wir mal – orientalisch geprägten Männern haargenau passte?

Die Taxitür ging, …. aber mit Schmackes, versteht sich!

HARTMUT KRAUSS: Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte

aus kritisch-wissenschaftlicher Perspektive war von Beginn an klar, dass die regierungspolitisch nicht nur geduldete, sondern sogar nachhaltig ermunterte Massenimmigration aus überwiegend islamischen Ländern („Wir schaffen das“) schon sehr bald zu einer massiven Problemverdichtung auf zahlreichen gesellschaftlichen Systemebenen führen musste:

* Hoher, langfristig wirkender Kostendruck,
* Erweiterung der Armutspopulation,
* Import von dauerhaften Sozialtransferbeziehern mit geringer Durchschnittsqualifikation,
* Überlastung des Schulsystems und Absenkung der durchschnittlichen Bildungsniveaus,
* Steigerung der Kriminalitätsrate im Kontext von Zuwanderung,
* das Einsickern von radikalislamischen „Gefährdern“ und Terroristen im Gewand von „Geflüchteten“,
* Verstärkung der Engpässe auf dem Wohnungsmarkt und nicht zuletzt
* eine deutliche Zunahme alltagsrelevanter lebensweltlicher Konflikte und Kollisionen zwischen säkular-freizügiger (spätmoderner) und migrationsimportierter islamisch-patriarchalischer (vormoderner) Lebenskultur etc.

waren die zu erwartenden Folgen.

Ungesteuerte Massenimmigration und der Effekt moralischer Erpressung

Deutschland im Niedergang:Flüchtlingschaos,gesellschaftliche Destabilisierung, fortschreitende Islamisierung

Die Flüchtlingskrise – Eine Herausforderung für den Humanismus

Klar war auch, dass in Anbetracht der sinnlich-konkreten Durchschlagskraft der realen Problementfaltung der massenmediale Apparat zur ideologischen Sicherung von Herrschaftsloyalität und Erzeugung von systemkonformen Einstellungen einen deutlichen Knacks erleiden („Lügenpresse“) und die Zahl der unzufriedenen politischen Systemaussteiger (Nicht- und Protestwähler) zunehmen würde. (Unzufriedenheit mit der langjährigen Islamapologetik sowie der aktuellen Migrationspolitik und ihren Folgen einerseits und Bindung an die etablierten Parteien vertragen sich immer weniger.)

Vor diesem Hintergrund ist es nun eine neue und sehr positive Erscheinung, dass Angehörige von Berufsgruppen mit direkten und alltäglichen Interaktions- und Umgangserfahrungen mit Migranten die „politisch-korrekte“ Schweigespirale durchbrechen und ungeschminkt über ihre Eindrücke und Erlebnisse „an der Basis“ berichten. Dass viele aber immer noch (Sanktions-)Angst haben, frei über ihre Erfahrungen zu sprechen, zeigt, was von „unserer Demokratie“ in Wahrheit zu halten ist.

Lesen Sie hierzu unseren neu eingestellten Bericht:
„Auf Tuchfühlung mit Islamgläubigen“
Eine Basisgruppe berichtet über ihre Erfahrungen

HARTMUT KRAUSS: Warum wir ein Recht auf Widerstand gegen die Massenmigration haben

Die global-kapitalistisch motivierte Agenda von UN und EU zielt darauf ab, die aufgeklärte europäische Identität mittels Massenmigration und zwecks Erzeugung zukünftiger Generationen von identitätslosen und deshalb leicht manipulier- und beherrschbaren „Einheitsmenschen“ zu zerstören. Die Staatsbürger europäischer Nationen, die gemeinsam den demokratischen Souverän bilden, haben daher das Recht auf Abwehr einer nichtauswählenden und aufgenötigten Masseneinwanderung von Menschengruppen, die einer säkular-demokratischen Gesellschafts- und Werteordnung ablehnend bis feindlich gegenüberstehen. Die Staatsbürger haben das Recht auf Kritik und auf Widerstand, wie Hartmut Krauss erläutert.

I. Die Agenda von UN und EU

Die Institutionen und Gremien der UN sowie der EU verfolgen schon seit einigen Jahren eine sogenannte migrations- und flüchtlingspolitische Agenda, die systematisch und umfassend auf die im Folgenden umrissenen Ziele konzentriert ist und sich in einem verzweigten Dickicht aus zum größten Teil sehr kryptischen Texten, Abkommen, Deklarationen, Berichten etc. wiederfindet.

Dabei geht es erstens um die mit hehren Phrasen und Parolen als unantastbares Dogma beschworene Umsiedlung eines Teils der Überbevölkerung aus vormodern-rückständigen afrikanischen und islamisch-patriarchalisch geprägten Krisenregionen vorzugsweise nach Europa. Hier soll diese „Umsiedlung“ dazu dienen, das von Schrumpfvergreisung beeinträchtigte Arbeitskräfte- und Konsumentenpotenzial zu stabilisieren.

Weiter zum Artikel hier:  https://juergenfritz.com/2018/12/15/recht-auf-widerstand/

PAUL NELLEN: Was geht uns die Scharia an?

Nach dem Terroranschlag von Barcelona hören wir es auf allen Kanälen. Die Kanzlerin spricht es aus, aber auch die Tatzeugen vor Ort sagen es in die Mikrophone: Sie dürfen und sie werden uns nicht besiegen! Wir leben unser Leben weiter wie bisher! No pasaran! Und: Wir haben keine Angst! Das klingt wie Trotz in der Trauer, ein Schlachtruf, aus dem Schluchzen herausgepresst. Er soll uns Mut machen. Doch jeder weiß: die Anschläge und Einstiche kommen näher, können aus heiterem Himmel jeden treffen. Und beim nächsten Mal hören wir wieder die gleichen Beruhigungs- und Trotzformeln, ergänzt mit Zahlen der Statistiker. 814 mal größer ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem Verkehrsunfall sein Leben zu verlieren, und 2045 mal größer, bei einem Unfall im eigenen Haushalt zu sterben als bei einem Terrorangriff. Trotzdem meiden immer mehr Menschen größere Veranstaltungen, seien es Volksfeste, Konzerte oder Ausstellungen. Das Unbehagen wächst.

Da kann nicht einmal das militärische Ende des IS in Syrien und im Irak Hoffnung geben. Denn „Islamischer Staat“ ist, wer sich dazu zählt, also im Prinzip jeder strenggläubige Muslim. Der „IS“ braucht schon längst keine Grenze, kein Staatsvolk und keine Staatsgewalt mehr, wie die Drei-Elemente-Lehre des Staatsrechtlers Georg Jellinek es im 19. Jahrhundert noch vorsah. Jeder Muslim, der den Islam so auslegt und den Koran so liest, wie es der „IS“ tut, kann als Einzelner oder mit einigen Gesinnungsbrüdern zur Terrortat schreiten, ein Messer ergreifen, einen Klein-LKW in eine Menschenmenge steuern, eine Bombe zünden. Der Islam ist alles, du bist nichts, so tickt es im Extremisten. Daran, so heißt es neuerdings, hätten wir uns zu gewöhnen; das sei sogar „unverzichtbar“, so Christiane Peitz im „Tagesspiegel“ am Tag nach dem Attentat von Barcelona.

Mag sein. Dann aber, so der Kommentator „woerlitzer“ auf der Webseite des Peitz-Artikels, sollte diese Einstellung nicht nur gegenüber islamistischem Terror gelten. „Wir müssen uns“, schreibt er sarkastisch, „daran gewöhnen, dass Asylbewerberheime angezündet werden. Wehe dem, der das schriebe. Völlig zu Recht würde er ausgegrenzt. Aber den Islamgläubigen sozusagen das Recht auf Terror zuzubilligen (nichts anderes tut die Autorin), das ist in Ordnung.“

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MINA AHADI: “Wenn Probleme nicht ernst genommen werden, dann hilft das nur denen, die gegen Ausländer hetzen.”

19. Okt 2017 Von Petra Adick, Humanistischer Pressedienst

Die Bundestagswahlen machten deutlich, dass sich das politische Klima in Deutschland verändert hat. Der hpd sprach mit der Vorsitzenden des Zentralrates der Ex-Muslime, Mina Ahadi, über das Erstarken von islamistischen Kräften im Lande und den Reaktionen darauf, die auch darin bestehen, dass die AfD mit mehr als 12% Wählerstimmen in den Deutschen Bundestag eingezogen sind.

Bei den letzten Wahlen hat die AfD 12,6% der Stimmen bekommen. Frau Ahadi, was ist los in Deutschland?

Mina Ahadi: Es gibt in Deutschland eine große Unzufriedenheit. Es geht sich dabei nicht nur um das Kopftuch und den Einfluss der Islamisten, die jeden Tag neue Forderungen stellen wie z.B. die Diskussionen über halal und haram in Schulen.

Es geht auch nicht nur um die Flüchtlinge, die hier in Deutschland leben. Leider wird immer vergessen, wieso diese eigentlich hier sind, aus welchen Gründen sie geflohen sind und welche Rolle die europäischen Regierungen dabei gespielt haben. Im Grunde geht es sich um die zunehmende Unsicherheit und Verarmung in der Gesellschaft.

Die Menschen sind wach geworden und sehen, dass das politische System einfach ohne sie weiter macht. Das schmerzt. Die Reichen werden reicher und die Armen ärmer. Man sieht mehr und mehr Rentner, die auf den Straßen nach Pfandflaschen suchen. Haben das Menschen nach 40 Jahren Arbeit verdient? Laut einer Statistik sind 42% aller Alleinerziehender arm oder armutsgefährdet. Ist das wirklich das Beste, was ein reiches Land wie Deutschland seinen Bürgern zu bieten hat?

Eines der grundlegenden Probleme ist, dass alle vier Jahre Wahlen stattfinden und dass danach die Parteien machen, was sie wollen. Vor den Wahlen wird sehr viel versprochen und danach sehr wenig getan. Wie wir gesehen haben, sind der Islam und der politische Islam und alles was dazugehört auch zum Wahlthema geworden. Aber kaum eine Partei redet über diese Probleme Klartext. Die deutsche Regierung mit ihrer bisherigen Politik ist auch nicht die Antwort, sondern ein Teil des Problems, und jetzt haben wir die AfD am Hals.

Angeblich sind 60% der Menschen, die die AfD gewählt haben, nicht mit deren Programm einverstanden. Diese Menschen haben die AfD nicht gewählt, weil sie systemkritisch ist oder gute Lösungen gegen Arbeitslosigkeit oder Altersarmut hat, sondern weil sie sagt, dass wir diese Probleme haben, weil so viele Ausländer, so viele Flüchtlinge, nach Deutschland gekommen sind.

Einer der wichtigsten Punkte dabei ist die Kritik am Islam und am politischen Islam. Leider geht es der AfD aber hierbei nicht um eine sachliche, humane Diskussion, sondern letztendlich läuft es auf eine Hetze gegen Ausländer hinaus. Die AfD ist die einzige Partei, die diese Themen anspricht, aber nur, um sie für ihre eigenen Zwecke zu verwenden. Alle anderen Parteien haben bislang versucht, diese Themen zu ignorieren oder zu verharmlosen.

Bedeutet das, dass das Thema Islam und politischer Islam einer der Schwerpunkte für viele Menschen ist?

Leider ja. Wenn ich mit meiner Familie im Iran rede, dann verstehen sie nicht, warum Islam und Islamismus zum Thema bei den Wahlen werden konnte. Doch der politische Islam ist hierzulande sehr aktiv hier und hat viel Einfluss gewonnen.

“Die Probleme … haben aber nicht damit angefangen, dass Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, sondern weil … der politische Islam … versucht, sich hier in Europa durchzusetzen…”

Man sieht immer mehr Frauen auf den Straßen, die ein Kopftuch tragen. Es gibt mehr und mehr Druck und Klagen, das Kopftuch, z.B. am Arbeitsplatz oder in den Schulen, zuzulassen. Es werden mehr Moscheen gebaut. Wenn Sie glauben, dass dies ein Ausdruck einer zunehmenden, individuellen Religiosität der Menschen ist, dann haben Sie den politischen Islam nicht verstanden. Schauen Sie sich nur die Türkei an. Ein systematisches Programm und Druck der Islamisten sägt ständig an den säkularen Strukturen dort. Jetzt wird die Evolutionstheorie aus den Schulbüchern gestrichen. Wer hat das gefordert?

Artikel weiterlesen: hier

ZANA RAMADANI: “Die verschleierte Gefahr: Die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen”

FsH Mitstreiterin Zana Ramadani

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»Der Islam gehört nicht zu Deutschland«, sagt Zana Ramadani. »Muslime gehören zu Deutschland – aber nur, wenn sie sich dieser Gesellschaft anpassen.« Doch das kann nicht gelingen, solange die überkommenen Regeln einer vormodernen Religion auf die heutige westliche Welt angewendet werden und muslimische Mütter frauenfeindliche Werte an ihre Kinder weitergeben. Als Tochter einer muslimischen Einwandererfamilie nennt Zana Ramadani Dinge beim Namen, die sich sonst kaum jemand zu sagen traut: »Die muslimischen Frauen herrschen in der Familie. Ihre Töchter erziehen sie zu willenlosen Lemmingen, ihre Söhne zu verwöhnten Machos – und weil diese Hätschel-Machos damit im Leben scheitern, zu den nächsten Radikalen.« In ihrem Buch plädiert Zana Ramadani für eine offene, schonungslose Auseinandersetzung und macht deutlich: Ohne die muslimischen Mütter kann Integration nicht gelingen. Zana Ramadani ist eine der meinungsstärksten islamkritischen Stimmen Deutschlands. Für die engagierte Menschenrechtsaktivistin ist klar: Ein Islam, der den Koran wortwörtlich nimmt und Regeln aus dem Mittelalter einfordert, der Frauen missachtet und junge Männer radikalisiert, der die westliche Kultur und die hier existierenden Gesetze ablehnt, gehört nicht zu Deutschland. Als Tochter einer muslimischen Einwandererfamilie erlebte auch Zana Ramadani Gewalt und Unterdrückung. Schnell lernte sie: Es sind oft die muslimischen Mütter, die in den Familien herrschen, indem sie die frauenfeindlichen Werte, unter denen sie selbst gelitten haben, an ihre Kinder weitergeben. In ihrem Buch macht Zana Ramadani deutlich, dass die Integration von Muslimen in unsere Gesellschaft nicht gelingen kann, solange muslimische Mütter ihre Söhne zu verwöhnten Machos und ihre Töchter zu Gehorsam und Anpassung erziehen. Gleichzeitig stellt sie klar: Wir müssen aufhören, den politischen Islam und die fortdauernde Diskriminierung der muslimischen Frau als kulturelle Eigenart zu verharmlosen, wenn wir unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung verteidigen wollen.

(III FsH Treffen): VIDEO FsH Pressekonferenz (Protest mit Erfolg gegen Finanzierung von Islamistischen Vereinen / Al-Mustafa-Institut)

28.7.2017
Zum dritten Mal hat sich unsere Initiative von MenschrechtsaktivistInnen, Opfer, Überlebende und Expertinnen F R E I r a u m statt H A R A M k u l t u r am 28.Juli 2017 in Berlin getroffen. Anschliessend gaben wir eine Pressekonferenz:

Nach Protesten distanzierte sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) von dem Workshop des islamistischen Al-Mustafa-Institut und forderte dessen Absage

Netzwerkzusammenarbeit und der beherzte Einsatz einzelner Personen und Gruppen haben sich gelohnt.

Allen dafür herzlichen Dank!

Anbei das Video unserer Pressekonferenz vom 28.7.2017 im Haus der Bundespressekonferenz, Berlin.


Am Tag unserer Pressekonferenz gegen die indirekte Förderung eines Workshops des Al-Mustafa-Instituts durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) distanzierte sich das BMFSFJ von dem Workshop und forderte die Beteiligten zur Absage des Workshops auf. Ein erster Erfolg! Von Seiten des BMFSFJ hieß es, es seien schon im Juni erste Proteste eingegangen. Das Ministerium habe reagiert und die Türkische Gemeinde Deutschland, über die die Finanzierung an die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands e.V. (IGS) und das Al-Mustafa-Institut weitergeleitet wurde, aufgefordert, detailliertere Informationen über das Seminar zum Thema “Islamverständnis zwischen Rationalität und Radikalität” einzureichen. Das sei trotz mehrfacher Aufforderung nicht geschehen, was schließlich zu der Absage geführt habe.

Wir haben zu diesem Zeitpunkt keine Information darüber, ob der Workshop trotzdem stattgefunden hat. Das Al-Mustafa-Institut hat uns die Auskunft hierüber auf telefonische Nachfrage am 28.7.2017 verweigert.

Das BMFJFS hatte die Förderung laut eines Artikels in der BILD von Antje Schippmann über das Programm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ bewilligt. In einem offenen Brief von “Freiraum statt Haramkultur”-Mitbegründerin Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland) an Ministerin Katarina Barley (SPD) forderte Ahadi das BMFSFJ auf, sich aus der Unterstützung des mit 18.000 Euro geförderten dreitägigen Workshops zurückzuziehen. Die gleiche Forderung richteten Stop the Bomb und andere Initiativen, nicht zuletzt auch Frauen iranischer Herkunft, an Frau Barley. Diesem Einsatz ist zu verdanken, dass Katarina Barley selbst schließlich auf die Problematik des Workshops aufmerksam wurde, um dann zügig und im Sinne der Proteste positiv zu reagieren.

Darüber hinaus forderte Ahadi die Einstellung jeglicher Zusammenarbeit mit Organisationen, die eine fundamental-islamische Ideologie vertreten und verbreiten. Eine Kooperation mit Verbänden, die vom iranischen Terror-Regime beeinflusst werden und die für frauenverachtende, undemokratische, homophobe, antisemitische und islamistische Ideologien stehen und diese auch hier bei uns verbreiten, sind nicht nur ein Skandal, sondern auch gefährlich. Denn mit einer Zusammenarbeit verhöhnt die Bundesregierung nicht nur die demokratischen Kräfte im Iran, die sich gegen die Kopftuchpflicht, menschenrechtsverletzende Bräuche und Strafen wie Steinigung auflehnen, sondern verrät durch Empfang von und Kooperation mit iranischen Vertretern auch unsere eigenen demokratischen und humanistischen Werte. Werte, die über Jahrhunderte errungen wurden, und die wir auch wieder verlieren können, wenn wir nicht aufpassen.

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Siehe auch Artikel: Nach BILD-Bericht und Protestwelle Familienministerin streicht Geld für Mullah-Seminar

FsH Mitglied Mina Ahadi – Offener Brief: “Der Staat muss die Zusammenarbeit mit islamistischen Organisationen stoppen!” (Al-Mustafa-Institut)

Das Familienministerium fördert einen Workshop zum Thema “Islamverständnis zwischen Rationalität und Radikalität”. Die Veranstaltung wird von Organisationen durchgeführt, die dem iranischen Regime nahe stehen. Die Islamkritikerin Mina Ahadi wendet sich in einem offenen Brief an Familienministerin Katarina Barley und fordert darin ein Ende der Zusammenarbeit.

Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Katarina Barley,

mit großem Entsetzen muss ich feststellen, dass Ihr Familienministerium mit über 18.000 Euro indirekt einen dreitägigen Workshop finanziert, welcher von der Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands (IGS) und dem Al-Mustafa-Institut unter dem Titel “Islamverständnis zwischen Rationalität und Radikalität – Historisch-theologische Hintergründe und soziale Herausforderungen” vom 28.7.-30.7.2017 in Berlin veranstaltet wird.

Ausgerechnet mit ausgemachten Unterstützern des politischen Islam wollen Sie gegen Radikalisierung in Deutschland vorgehen. Ich kann es mir nur mit Ihrer Unkenntnis erklären, dass Sie im Rahmen des Programms “Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit” unverblümt Vertreter des Islamismus finanzieren.

Ich hoffe und gehe zugleich davon aus, dass sie keine Veranstaltung der Identitären Bewegung oder der AfD fördern würden, um gegen Rechtsextremismus vorzugehen. Wieso setzen Sie beim islamischen Extremismus andere Maßstäbe an? Noch vor kurzem bewertete die IGS den Beschluss des Bundestages über die “Ehe für alle” als “eine offensichtliche Auflehnung und Ablehnung der göttlichen Gebote”. Ich befürworte und unterstütze Ihren persönlichen Einsatz gegen Homophobie in der Öffentlichkeit. Doch warum fördern Sie in diesem Fall eine homophobe Institution?

Das Al-Mustafa-Institut ist ein Instrument der iranischen Staatsführung

Der Iran verfolgt seit 37 Jahren eine mehrstufige Strategie der Einmischung in andere Staaten und Gesellschaften. Dies beruht auf dem Ziel, den politischen Islam zu exportieren. Dazu betreibt das iranische Regime unter anderem die Quds-Einheiten der Revolutionsgarden, die neben der libanesischen Hisbollah und der Hamas noch viele andere Milizen befehligen und finanzieren. Über seine Auslandsbotschaften unterhält das Regime ein breites Netz von geheimdienstlichen Tätigkeiten und verbreitet mit religiösen und kulturellen Institutionen seine unmenschliche Ideologie. Zu diesen Institutionen gehören weltweit circa 150 Ableger der Al-Mustafa-Universität, eines davon ist das Al-Mustafa-Institut in Berlin.

In Ihrer Position als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sollten Sie eigentlich wissen, dass der oberste Führer des islamischen Regimes, Ali Khamenei, die höchste Autorität der Al-Mustafa-Universität ist. Ein Ableger dieser Universität veranstaltet nun den von Ihnen finanzierte Workshop zum Thema: “Islam zwischen Rationalität und Radikalität”. Ziel sei zuallererst die Vermittlung eines “rationalen Islamverständnisses im Vergleich zu einer radikalen Interpretation der Schriftquellen”.

Dieser vermeintlich “moderaten” Herangehensweise widerspricht jedoch die praktische wie auch theoretische Ausrichtung des Instituts, das sich auf die Weisungen des obersten Führers Ali Khamenei beruft. Wir haben es hier mit der Unterstützung jener extremen islamischen Bewegung zu tun, die weltweit Spaltung, Hass und in letzter Konsequenz auch Terror in die Gesellschaft trägt.

Das Al-Mustafa-Institut wurde 2007 gegründet und ist eine der wichtigsten unter diesen Organisationen, die durch das iranische Regime gefördert und kontrolliert werden. Dass die Aktivitäten des Al-Mustafa-Instituts nicht verboten, sondern auch noch staatlich finanziert werden, ist ein Skandal und beweist einmal mehr, dass die deutsche Regierung mit dem Vorwand angeblicher Religionsfreiheit eine falsche Toleranz pflegt und damit die innere Sicherheit Deutschlands gefährdet.

Die islamischen Organisationen sind nicht Lösung, sondern Teil des Problems

Das in Ihrer Verantwortung liegende Familienministerium betreibt ein gefährliches Spiel. Anstatt alles zu versuchen, um Deutschland, Europa und die Welt vor der weiteren Verbreitung und Legitimierung des politischen Islam zu schützen, unterstützen Sie diesen. Warum machen Sie das?

Der Dialog mit Vertretern des politischen Islam ist falsch und verstärkt nur ihr Gefühl der Überlegenheit und die daraus abgeleitete Berechtigung, in unsere Gesellschaft einzugreifen. Dabei vertreten die islamischen Organisationen und Verbände nur einen winzigen Bruchteil der in Deutschland lebenden Menschen aus sogennanten islamischen Ländern.

Ich spreche im Namen von Millionen Frauen, die im Iran jeden Tag gegen das islamische Regime, Scharia und Kopftuchzwang kämpfen. Sie als Frau sollten unterdrückte Frauen stützten und schützen. Stattdessen erschweren Sie unseren Kampf, indem Sie dem islamischen Regime helfen, noch mehr Einfluss im Ausland und in Deutschland zu erlangen und sich als den “besseren, moderateren Islam” zu verkaufen.

Wir Frauen haben die “Rationalität” des islamischen Regimes und seiner Institutionen gut kennengelernt, etwa als Reyhane Jabbari 2014 hingerichtet wurde, weil sie sich gegen eine Vergewaltigung gewehrt hatte. Oder wenn tausende Frauen jedes Jahr wegen “unmoralischen Verhaltens” in Gefängnisse gesteckt werden. Ich rede also nicht von der Vergangenheit, sondern von der heutigen Situation im Iran.

Sehr geehrte Frau Ministerin Barley,

die Unterstützung islamischer Organisationen ist eine riesige Ohrfeige für die säkulare Frauenbewegung im Iran. Nein, noch schlimmer: Sie zertrümmern mit Ihrer Finanzierung den Glauben meiner iranischen Schwestern, dass die in freien Gesellschaften lebenden Frauen ihren Kampf sehen, verstehen und begleiten. Sie sollten wissen, dass im Iran trotz schwerster Repressalien eine große Frauenbewegung, eine säkulare Bewegung, eine große Aufklärungsarbeit und humanistische Islamkritik existiert. Viele Iraner riskieren dafür täglich ihr Leben.

Ich bin eine Frau, die im Iran von Anfang an gegen dieses Regime und gegen das uns bis heute quälende Schariagesetz gekämpft hat. Ich habe meinen Mann und viele geliebte Menschen, die sich ebenso aufgelehnt haben, in den großen Hinrichtungswellen 1980 und 1981 verloren. Ich musste deshalb wie so viele andere Menschen aus meiner Heimat fliehen, und lebe seit über 20 Jahren in Deutschland.

Mit großer Sorge sehe ich nun, wie sich islamische Organisationen in Deutschland mit Hilfe der deutschen Politik verbreiten und zunehmend an Einfluss gewinnen. Wir Frauen, vor allem wir, die aus solchen sogenannten islamischen Ländern entflohen sind, werden immer besorgter in dem doch eigentlich freien Land Deutschland, alleine schon durch den massiven Zuwachs von Vereinen und Moscheen, die mit einer frauenfeindlichen und islamischen Ideologie hier aktiv sind.

Ich verlange von Ihnen und der deutschen Regierung, jegliche finanzielle Hilfe für islamische Verbände sofort zu beenden, egal ob es sich dabei um den verlängerten Arm von Saudi-Arabien, der Türkei oder des Iran handelt. Und ich bitte Sie, Frau Barley, um eine Erklärung an uns und an die Menschen, die von dieser Ideologie täglich erdrückt, versklavt, entwürdigt, gedemütigt und ermordet werden.

Mina Ahadi

(I FsH Press) Interne Expertenkonferenz mit anschliessender Pressekonferenz: HARAM: ISLAM und FRAUENRECHTE

Interne Expertenkonferenz mit anschliessender Pressekonferenz
Dienstag, 16.5.2017 Pressegespräch ab 16:30 Uhr

PRESSEEINLADUNG

HARAM: ISLAM und FRAUENRECHTE
Frauenrechte in vom Islam geprägten Kulturen – wie wirkt das islamische Frauenbild auf unsere Gesellschaft?
Leitkultur oder Leid-Kultur?

Menschenrechtsaktivistinnen, Überlebende und Expertinnen verschiedener frauenrechtlich engagierter NGOs führen in Berlin ein internes Fachgespräch zum Thema Frauenrechte in islamisch geprägten Kulturen. Dabei sollen Ideen und Vorschläge entwickelt werden, wie angesichts der vielen nach Deutschland Gekommenen mit dem hoch brisanten Thema verantwortlich und menschenrechtlich umgegangen werden kann. Im Anschluss werden einige TeilnehmerInnen ihre Positionen und gemeinsame Ergebnisse der Fachtagung Medienvertretern vorstellen.

Zum Hintergrund. Dina Ali Lasloom wurde auf ihrer Flucht vor Zwangsverheiratung bei einem Zwischenstopp auf den Philippinen der Transit verweigert und sie wurde von dort gegen ihren Willen an Saudi Arabien ausgeliefert, wo ihr der Tod droht. Der Fall hat international für Schlagzeilen gesorgt, trotzdem wurde wenig für Dina Alis Rettung unternommen. Dina Alis Schicksal war für uns der Anlass, grundsätzliche Fragen zu stellen. Frauen werden entführt, gefangen genommen, versklavt, von der eigenen Familie missbraucht, genital verstümmelt, der Ehre wegen ermordet… und der Aufschrei bleibt in Deutschland aus. Wen interessieren die Gefahren, denen Frauen ausgesetzt sind?
Haram ist das neue Jugend-Modewort in Europa, und haram ist ein Verdikt, das für Frauen tödlich sein kann. Wir wollen auf die Gefahren für Frauen aus islamischen Ländern und Kulturkreisen aufmerksam machen und auch die Auswirkungen islamischer Ideologien auf Europa diskutieren.

Rebecca Sommer_Zana_Ramadani_Henrick_Broder_Nuray_Mina_Ahadi
Nach der Pressekonferenz mit einigen Teilnehmern. Von links: Nuray Sahin, Henryk M. Broder, Zana Ramadani, Mina Ahadi, Rebecca Sommer.

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