ZANA RAMADANI: Gegen den „Söhnchenkult“ im Islam

Kanzlerberaterin und Islamkritikerin Zana Ramadani setzt bei der Integration auf Frauen. Das Rollenkonzept im konservativen Islam ist längst überholt, sagt die Autorin.

Stuttgart – Wer Zana Ramadani fragt, ob sie eine Muslimin ist, bekommt eine interessante Antwort: „Ich bin als Muslimin geboren und aufgewachsen. Ich definiere mich aber nicht darüber. Zuallererst bin ich Frau, Mensch und noch so viel mehr“, erklärt die 35-Jährige Frauenrechtlerin und Islamkritikerin. Und wie sie das sagt: mit mindestens 100 000 Volt!

Früher war sie Rechtsanwaltsfachangestellte. Dann baute sie den deutschen Ableger der feministischen Bewegung Femen mit auf, stürmte oben ohne die Bühne von Heidi Klums „Topmodel“-Show, protestierte halb nackt vor einer Berliner Moschee.. „Fuck Islamism“ (Scheiß auf den Islamismus) war auf ihrem Oberkörper zu lesen………………….weiter zum Artikel Stuttgarter Nachrichten

Demonstration 11.5.2019, Berlin: Forderung an DE und EU das Corps der Revolutionsgarden (IRGC) des Iran als auswärtige terroristische Organisation einzustufen

11.5.2019,  Brandenburger Tor

Rede von Hourvash Pourkian

“Die iranische Revolution 1979 brachte dem Volk alles andere als den erhofften Wandel. Statt Verbesserungen für die Menschen zu erreichen, haben die Ayatollahs im Iran 1979 einen Gottesstaat installiert, der als eines der brutalsten Herrschaftssysteme unserer Zeit gilt. Die iranische Bevölkerung unterliegt den Gesetzen der Scharia, deren Deutung vom religiösen Führer des Irans bestimmt wird. Meine Damen und Herren, Laut Scharia sind Frauen halb so viel Wert, wie ein Mann.

Es handelt sich um ein Regime, das bereit ist, jeden letzten Oppositionellen und “Ungläubigen” – und potenziell halten sie jeden dafür – zu töten.
So will man mithilfe von Terror und Hegemonialkriegen in der Region einen schiitischen Weltherrschaftsanspruch durchsetzen.

Unmittelbar nach der Gründung der “Islamischen Republik” 1979 demonstrierten Tausende Frauen in Teheran am internationalen Frauentag, dem 08. März, gegen die Gewalt der Zwangsverschleierung. Bereits damals skandierten sie:
Freiheit ist weder westlich, noch östlich, sondern universal!

Leider wurden die mutigen Protestlerinnen nicht erhört. Denn bis heute ist die Frauenunterdrückung für das Regime überlebensnotwendig. Tatsächlich sind es Frauen und Mädchen, die in den letzten 40 Jahren am meisten unter diesem Regime gelitten haben. Gleichzeitig ist gerade diese Gruppe komplett auf sich alleine gestellt:

Laut des Iran Journals wurden 2018 rund 3,5 Millionen Mütter gezählt, die ihren Lebensunterhalt alleinerziehend sichern müssen.

Seit 2015 ist es Männern erlaubt, ihre Adoptivtöchter ab 13 Jahren zu heiraten. Sogar unter 13 können Mädchen mit richterlicher Erlaubnis verheiratet werden.

Die weiteren größten Leittragenden des Regimes sind wie so oft die Kinder. Im Iran wurden 2018 allein 7 Millionen Straßenkinder gezählt – viele von ihnen werden für das Drogengeschäft missbraucht und häufig vergewaltigt.

Abgesehen davon weißt der Iran weitere unzumutbare Missstände auf:

So herrscht dort die höchste Rate an Prostitution, Drogenabhängigkeit und Selbstmorden.

Seit 1979 wurden im Iran offiziell über 6.000 Menschen wegen Homosexualität hingerichtet. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher.
Das brutale und antisemitische Regime bekämpft alles, was als westlich betrachtet wird: das Ablegen des Kopftuchs, Feminismus, Homosexualität, die Moderne sowie Menschenrechte.

Der Hauptgegner ist dabei immer Israel und USA: Um Israel auszumerzen, investiert das Regime das Staatsvermögen in Terror-, Expansionskriegs- und Atomraketenwirtschaft.

Und die Weltgemeinschaft schaut einfach nur zu! meine Damen und Herren,
Auch in Deutschland haben die Kultur-Relativisten und Toleranten dieser Praxis nichts entgegenzusetzen oder sympathisieren gar damit.

Sie begreifen nicht, dass sie mit ihren kultur-relativistischen Theorien und ihrer Toleranz zum Werkzeug einer aggressiven Islamisierungspolitik der menschenverachtenden Mullahs geworden sind.

Im Mai 2018 waren die USA einseitig aus dem Atomvertrag ausgestiegen und verhängten seitdem in zwei Stufen die laut US-Regierung “schärfsten Sanktionen aller Zeiten” gegen den Iran. Als Begründung erklärte US-Präsident Donald Trump, die iranische Regierung sei “Hauptsponsor des Terrorismus” und exportiere “Gewalt, Terror und Konflikte”.

Von einer “Teilkündigung” des Atomdeals wird in Teheran schon lange gesprochen.

Am 08.05.2019 haben die Mullahs für die 5 Länder eine Frist von 60 Tagen gesetzt. Die 5 Länder sollten die USA unter Druck setzen, den Atom-Deal einzuhalten. Damit suchen sie demonstrativ den Schulterschluss mit dem Kreml.

Irans Präsident setzt auf Eskalation – und den Europäern eine Frist: Deutschland, Frankreich und Großbritannien sollen binnen zwei Monaten das Atomabkommen retten. Er droht damit, sonst Flüchtlinge und Drogen aus Afghanistan durchzuwinken. (Quelle: “Spiegel Online von 08.05.2019”)

Diese Handlungen verdeutlichen noch einmal, dass das islamische Regime seine Macht seinem Volk als auch der Außenwelt gegenüber mit Erpressung und Gewalt aufrechterhält.
Unsere Forderungen an die deutsche Regierung sowie die Europäische Union daher sind:

  • Sich den internationalen Sanktionen der USA gegen den Iran anzuschließen
  • Es ist an der Zeit, dass Europa es erkennt und die Revolutionsgarde auf der Terrorliste einstuft
  • Verbot des Al-Quds-Tag in Berlin

 

Frauen in der Islamischen Welt sind nur halb so viel Wert wie ein Mann, aber
unsere Frauen wollen im 21. Jahrhundert endlich wie Menschen behandelt werden und “Gleichberechtig, selbstbestimmt und frei” leben.

Deshalb fordern wir:

• die Solidarisierung mit Frauen in der islamischen Welt!
und
• die Trennung von Staat und Religion im Iran!

Wir sagen:

• NEIN zu Frauenfeindlichkeit und Unterdrückung
• NEIN zur Verheiratung Minderjähriger
• NEIN zu Zwangsverschleierung von Frauen und Mädchen
• NEIN zu sexueller Belästigung von Frauen und Mädchen
• NEIN zum Missbrauch und zur Zwangsarbeit von Kindern
• NEIN zu Zwangsprostitution
• NEIN zu Genitalverstümmelung
• NEIN zu Ehrenmord
• NEIN zu Steinigungen
• NEIN zur Leugnung von Homosexualität im Islam
• NEIN zur Hinrichtung von Homosexuellen und politischen Gefangenen!
• NEIN zur Verfolgung von Nicht-Muslimen
• NEIN zur islamischen Scharia und zur zunehmenden Frauenfeindlichkeit!

Mit großer Besorgnis beobachten wir seit Jahrzehnten die schwindende Freiheit von Frauen und Mädchen in der islamischen Welt, aber zunehmend auch in Europa.

Frauenaktivistinnen, die im Iran ohne Kopftuch auf die Straße gehen, landen im Gefängnis: So auch die prominente Rechtsanwältin Nasrin Sotudeh, die im Juni 2018 dafür verhaftet wurde, dass sie drei Frauenrechtlerinnen verteidigte:
Sie wurde hierfür zu 38 Jahren Gefängnis verurteilt.

In diesem Sinne wünschen wir uns, in Zeiten von aufkommendem Rechtspopulismus, religiösem Fanatismus und Fremdenfeindlichkeit mit dieser Demonstration ein Zeichen zu setzen, damit die Europäische Union und die deutsche Regierung der islamistischen Bewegung den Garaus macht.

Last but not least
Seit 40 Jahren geht es dem iranischen und afghanischen Volk miserabel.

 

ALI ERTAN TOPAK: „Das ist eine selbstzerstörerische Integrationspolitik“

Parteien und Vereinen in ganz Deutschland organisieren sich Fans des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Während mehrere „Migrantenparteien“ vor dem Scheitern stehen, bauen türkische Nationalisten in den Kommunen ihren Einfluss auf die deutsche Politik aus. Szene-Kenner warnen vor einer neuen Strategie.

Ich kenne keinen Staat, der seine Gegner so unterstützt wie Deutschland“, kritisiert der Vorsitzende der Kurdischen Gemeinde, Ali Ertan Toprak (CDU). . . . .

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PAUL NELLEN: Woher der Antisemitismus unter Muslimen kommt

Von Paul Nellen, 3.4.2019

Während die alten Nazi-Antisemiten fast schon ausgestorben sind und die verschämten neudeutschen sich hauptsächlich als linke Globalisierungs- und Israelkritiker über Wasser halten, trifft frischer judenfeindlicher Nachschub neuerdings in Gestalt der muslimischen Einwanderung in Europa ein. Dass im islamischen Raum antijüdische Traditionen lebendig sind, wird inzwischen kaum noch geleugnet, nicht einmal von Islamapologeten. Der Antisemitismus unter Muslimen sei allerdings, so die populäre Erklärung, ein Erbe der Begegnung des Islam mit dem judenfeindlichen Europa – der Islam selbst kenne in Wahrheit keine antisemitischen Vorbehalte.

Die österreichische Politologin und Buchautorin Nina Scholz – neuester Titel, gemeinsam mit Heiko Heinisch: „Alles für Allah – Wie der politische Islam unsere Gesellschaft verändert“ – zählt in einem Artikel für die Wiener „Presse“ zahlreiche Beschuldigungen gegenüber Juden auf, die nicht nur christlichen Ursprungs, sondern auch schon im Koran selbst entworfen wurden und sich bis heute auch im Repertoire der üblichen Antisemitismen von links und von rechts wiederfinden lassen. Doch während die Kirchen sich ihres antisemitischen Erbes inzwischen selbstkritisch annehmen, fehle es bei Muslimen an einem Schuldbekenntnis – eine wachsende Gefahr für das friedliche Zusammenleben zwischen den Religionen in den europäischen Ländern.

SAMUEL SCHIRMBECK: über Islam und Linke

Samuel Schirmbeck (Jg. 1941) ist Soziologe, Autor und Filmemacher. Er hat ab 1991 das ARD-Büro Nordafrika in Algier aufgebaut und berichtete als Korrespondent über Algerien. Dieser Text ist ein Auszug aus seinem neuen Buch „Gefährliche Toleranz – Der fatale Umgang der Linken mit dem Islam“:

Ich hatte nie etwas gegen den Islam, bis ich plötzlich merkte, dass der Islam etwas gegen mich und meine muslimischen Freunde hatte. Ich habe mit dem heutigen Islam nicht mehr Schwierigkeiten, als ich mit jedem reaktionären Deutschen, Franzosen oder Chinesen habe. Mit jedem Amerikaner, Türken, Buddhisten, Christen, Hindu, Nord- oder Schwarzafrikaner, Dunkelhäutigen oder Hellhäutigen, der gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist, gegen die Gewissensfreiheit, gegen die Gleichheit aller Menschen, ob „gläubig“ oder „ungläubig“, der gegen die Trennung von Religion und Staat ist, der gegen die Vermischung von Menschen unterschiedlicher kultureller Prägung ist, der gegen Homosexuelle ist, gegen die sexuelle Selbstbestimmung der Frau, gegen die Gedankenfreiheit.

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Leider ist der gegenwärtige Islam gegen all dieses. Anders als der einzelne reaktionäre Deutsche, Amerikaner, Chinese, dem ich aus dem Weg gehen kann, hat der Islam mehr Macht als diese alle zusammen. Er ist vielerorts Staatsmacht. Er ist Staatsreligion. Er beherrscht einen großen Teil der Welt. Er steckt in international vernetzten Terrororganisationen … . . .

 


HARTMUT KRAUSS: Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte

aus kritisch-wissenschaftlicher Perspektive war von Beginn an klar, dass die regierungspolitisch nicht nur geduldete, sondern sogar nachhaltig ermunterte Massenimmigration aus überwiegend islamischen Ländern („Wir schaffen das“) schon sehr bald zu einer massiven Problemverdichtung auf zahlreichen gesellschaftlichen Systemebenen führen musste:

* Hoher, langfristig wirkender Kostendruck,
* Erweiterung der Armutspopulation,
* Import von dauerhaften Sozialtransferbeziehern mit geringer Durchschnittsqualifikation,
* Überlastung des Schulsystems und Absenkung der durchschnittlichen Bildungsniveaus,
* Steigerung der Kriminalitätsrate im Kontext von Zuwanderung,
* das Einsickern von radikalislamischen „Gefährdern“ und Terroristen im Gewand von „Geflüchteten“,
* Verstärkung der Engpässe auf dem Wohnungsmarkt und nicht zuletzt
* eine deutliche Zunahme alltagsrelevanter lebensweltlicher Konflikte und Kollisionen zwischen säkular-freizügiger (spätmoderner) und migrationsimportierter islamisch-patriarchalischer (vormoderner) Lebenskultur etc.

waren die zu erwartenden Folgen.

Ungesteuerte Massenimmigration und der Effekt moralischer Erpressung

Deutschland im Niedergang:Flüchtlingschaos,gesellschaftliche Destabilisierung, fortschreitende Islamisierung

Die Flüchtlingskrise – Eine Herausforderung für den Humanismus

Klar war auch, dass in Anbetracht der sinnlich-konkreten Durchschlagskraft der realen Problementfaltung der massenmediale Apparat zur ideologischen Sicherung von Herrschaftsloyalität und Erzeugung von systemkonformen Einstellungen einen deutlichen Knacks erleiden („Lügenpresse“) und die Zahl der unzufriedenen politischen Systemaussteiger (Nicht- und Protestwähler) zunehmen würde. (Unzufriedenheit mit der langjährigen Islamapologetik sowie der aktuellen Migrationspolitik und ihren Folgen einerseits und Bindung an die etablierten Parteien vertragen sich immer weniger.)

Vor diesem Hintergrund ist es nun eine neue und sehr positive Erscheinung, dass Angehörige von Berufsgruppen mit direkten und alltäglichen Interaktions- und Umgangserfahrungen mit Migranten die „politisch-korrekte“ Schweigespirale durchbrechen und ungeschminkt über ihre Eindrücke und Erlebnisse „an der Basis“ berichten. Dass viele aber immer noch (Sanktions-)Angst haben, frei über ihre Erfahrungen zu sprechen, zeigt, was von „unserer Demokratie“ in Wahrheit zu halten ist.

Lesen Sie hierzu unseren neu eingestellten Bericht:
„Auf Tuchfühlung mit Islamgläubigen“
Eine Basisgruppe berichtet über ihre Erfahrungen

SAMUEL SCHIRMBECK: Die Linke islamisiert Deutschland mehr als der Islam

Von Nancy McDonnell EPOCH TIMES, 25. Oktober 2018

Autor und Filmemacher Samuel Schirmbeck war zehn Jahre lang ARD-Korrespondent in Algerien. Für ihn ist es unbegreiflich, dass ausgerechnet die Linken dem Islam in Deutschland unkritisch gegenüberstehen.

Die deutsche Linke hat den Verstand verloren!“ So steigt der ehemalige ARD-Korrespondent in Nordafrika, Samuel Schirmbeck, in sein zweites Buch ein, denn für ihn ist eines unerklärlich: Wenn eine der größten Errungenschaften der Aufklärung die Religionskritik sei, wie kann es dann sein, dass die Linken absolut keine Kritik am Islam zuließen. Und damit meint er nicht nur die eine Partei, sondern ebenso die Grünen und die SPD. Der Terror der Islamisten habe nichts mit der Religion als solches zu tun, erklären diese unvermindert fort.

Doch Schirmbeck weiß es besser. Er lebte zehn Jahre lang als Korrespondent in Algerien und erlebte tagtäglich, was den Islam ausmacht. Er hat die Gräueltaten des fundamentalistischen Islam vor Ort erlebt und ist bis heute im Austausch mit vielen Muslimen, die ein Umdenken innerhalb der Religion fordern. Doch diese bekämen in Deutschland fast noch weniger Unterstützung als in ihren Heimatländern selbst, prangert er an. Als er kurz vor den 9/11 -Ereignissen in New York nach Deutschland zurückkehrte, musste er entsetzt feststellen, dass seine alten linken Weggefährten aus dem Frankfurter Nordend nicht nur kein Interesse an seinen Schilderungen hatten, nein, sie relativierten alles und drängten ihn immer mehr ab.

In seinem neuen Buch „Gefährliche Toleranz – Der fatale Umgang der Linken mit dem Islam“ macht er deutlich, wie die Linken alles Emanzipatorische, für das sie selbst ein mal gekämpft hatten, aufgeben, sobald das Wort „Islam“ fällt. Ihre Toleranz sei dann grenzenlos – und rücksichtslos. Und das in einem Moment, in dem über eine Million Neu-Muslime ins Land gekommen sind. . . .weiter zum Artikel hier

 

ALI ERTAN TOPAK: Die deutsche Integrationspolitik ist selbstzerstörerisch

Viele Menschen in diesem Land integrieren sich gern. Von ihnen spricht man aber nicht. Stattdessen wird immer wieder der Migrant als Opfer des deutschen Rassismus beschworen. Die Kanzlerin lässt sich instrumentalisieren.
Linksliberale Intellektuelle und in der Öffentlichkeit als Migrantenvertreter gefeierte Selbstdarsteller beschwören einen neuen Kulturkampf, wenn sie unter der Überschrift „Solidarität statt Heimat“ einseitige Erklärungen verfassen oder den Integrationsgipfel im Kanzleramt dazu missbrauchen, den Heimatbegriff des Innenministers als etwas „Völkisches“ anzugreifen. Sie verhindern eine notwendige Debatte darüber, wie jene Zuwanderer, die positiv zu ihrer neuen Heimat Deutschland stehen, die tatsächlich „neue“ Deutsche sind, selbstverständlicher Teil werden können. . . .
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PAUL NELLEN:Frankreich: Wo der Judenhass zur Normalität wird

Was haben diese vier namhaften Franzosen gemeinsam: Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, Ex-Premier Manuel Valls, der Sänger Charles Aznavour und Gérard Depardieu, der Filmschauspieler, den man als den gemütlichen Obelix aus den Asterix-Filmen kennt?

Sie alle sagen noch nicht, dass es jetzt für französischen Juden „Zeit“ sei „zu gehen“. Denn genau das wollen sie ja verhindern, obwohl es dafür fast schon zu spät ist – französische Juden stellen schon seit Jahren die größten Kontingente, die nach Israel emigrieren. Trotzdem und vielleicht in letzter Minute haben jene vier Prominenten kürzlich ein Manifest unterzeichnet, das vor der zunehmenden Vertreibung der französischen Juden durch den Neo-Antijudaismus von rechts, von links und besonders vonseiten muslimischer Einwanderer warnt. Die Londoner TIMES berichtete darüber am 23. April dieses Jahres („French Jews ‚face ethnic cleansing by Islamists‘“), just zu der Zeit, als auch in Deutschland die Diskussion über antijüdische Vorfälle auf deutschen Straßen und Schulhöfen losbrach.

Immer mehr schiebt sich in den Ländern der europäischen Masseneinwanderung die Frage in den Vordergrund, ob mit der wachsenden Anzahl von Muslimen ursächlich auch der Anstieg des registrierten Antisemitismus verbunden ist. Welche positive Resonanz die arabische und iranische Israelfeindlichkeit gerade auch unter europäischen Linken und Linksliberalen erfährt, kann man jedes Jahr beim sog. „Al-Quds-Tag“ in Berlin erfahren, wenn tausende Muslime unter wohlwollend-beschwichtigender Assistenz linker Parteien und Meinungskartelle „Tod Israel“, „Völkermörder Israel“ oder auch ganz offen „Juden ins Gas!“ rufen. Konsequenzen? So gut wie keine.

Vereint im Kampf gegen Israel

Die linksorthodox-islamische Zusammenarbeit beim Kampf gegen Israel, aber auch bei der Preisgabe aufgeklärt-säkularer Errungenschaften der Moderne kommt keineswegs von ungefähr, legt jetzt der Basler Philosoph Stefan Zenklusen (*1966) in seinem im HINTERGRUND-Verlag erschienenen Essay „Islamismus und Kollaboration“ dar. Zenklusens Fokus ist auf Frankreich gerichtet. Was er von dort berichtet – „Der Beitrag von französischen und europäischen Linken und Liberalen bei der Errichtung des Islamismus und Antisemitismus“ heißt es im Untertitel –, wirkt von außen her gleichwohl wie ein Blick auf eine gesellschaftlich-politische Laborschale, in der sich gefährliche und noch gar nicht richtig begriffene Reaktionen, Verbindungen und Prozesse abspielen. Mit denen haben auch andere Länder dieses Kontinents zu rechnen, namentlich Deutschland, wo die Anzeichen dafür schon manifest werden.

„Im Gesamtkontext der Kollision des postmodernen Kapitalismus mit der islamischen Herrschaftskultur wird [der] aufklärungshumanistische Kernaspekt der kulturellen Moderne negiert bzw. von den westlichen Herrschaftsträgern mehrheitlich verraten“, schreibt in einer hochkomplexen Voruntersuchung zum Buch sein Verleger Hartmut Krauss. Er legt damit die Grundformel frei, die Zenklusen desweiteren als die in Frankreich aktuell prozessbestimmende Wesensveränderung in den tradierten gesellschaftlichen Übereinkünften erkennt: Ein „zunehmend nihilistisches Verhalten gegenüber den Grundinhalten der eigenen, europäisch gewachsenen, säkular-demokratischen Leitkultur“.

Im Mittelpunkt von Zenklusens Beschreibung, die zugleich Anklage ist und auf die er in vielerlei, der „multikulturellen“ Wirklichkeit entnommenen Beispielen immer wieder zurückkommt, steht Frankreichs „Aufklärungsverrat“ (Krauss) an sich selbst als „Vaterland der bürgerlichen Revolution“. Der Art. 10 der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte vom 26. August 1789 las sich noch so: „Niemand soll wegen seiner Anschauungen, selbst religiöser Art, belangt werden, solange deren Äußerung nicht die durch das Gesetz begründete öffentliche Ordnung stört“.

Der Fortschritt ist „kultursensibel“

Dies ist die Urformel des modenen rechtsstaatlichen Säkularismus, der kein in den Welt- und Gesellschaftsbetrieb hineinregierendes religiöses Gesetz und keine diesem folgende Vorschrift über das demokratisch und rechtsstaatlich verfasste weltliche Gesetz und über seine Anwendungsvorschriften stellt. Im Zeitalter endloser und zermürbender Kopftuch- und Verschleierungsdebatten gerät diese aufgeklärt-republikanische Maxime zunehmend unter Druck. Ihre Preisgabe wird gar als „kultursensibler“ Fortschritt gefeiert, genau so, wie es die Zurückweisung jeder Kritik am Islam wird, dem man diesseits und jenseits des Rheins gerne und gerade auch von Links her den Charakter einer sozio-ökonomischen Befreiungstheologie zubilligt – sogar einer feministisch konnotierten! . . .

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