Demonstration 11.5.2019, Berlin: Forderung an DE und EU das Corps der Revolutionsgarden (IRGC) des Iran als auswärtige terroristische Organisation einzustufen

11.5.2019,  Brandenburger Tor

Rede von Hourvash Pourkian

“Die iranische Revolution 1979 brachte dem Volk alles andere als den erhofften Wandel. Statt Verbesserungen für die Menschen zu erreichen, haben die Ayatollahs im Iran 1979 einen Gottesstaat installiert, der als eines der brutalsten Herrschaftssysteme unserer Zeit gilt. Die iranische Bevölkerung unterliegt den Gesetzen der Scharia, deren Deutung vom religiösen Führer des Irans bestimmt wird. Meine Damen und Herren, Laut Scharia sind Frauen halb so viel Wert, wie ein Mann.

Es handelt sich um ein Regime, das bereit ist, jeden letzten Oppositionellen und “Ungläubigen” – und potenziell halten sie jeden dafür – zu töten.
So will man mithilfe von Terror und Hegemonialkriegen in der Region einen schiitischen Weltherrschaftsanspruch durchsetzen.

Unmittelbar nach der Gründung der “Islamischen Republik” 1979 demonstrierten Tausende Frauen in Teheran am internationalen Frauentag, dem 08. März, gegen die Gewalt der Zwangsverschleierung. Bereits damals skandierten sie:
Freiheit ist weder westlich, noch östlich, sondern universal!

Leider wurden die mutigen Protestlerinnen nicht erhört. Denn bis heute ist die Frauenunterdrückung für das Regime überlebensnotwendig. Tatsächlich sind es Frauen und Mädchen, die in den letzten 40 Jahren am meisten unter diesem Regime gelitten haben. Gleichzeitig ist gerade diese Gruppe komplett auf sich alleine gestellt:

Laut des Iran Journals wurden 2018 rund 3,5 Millionen Mütter gezählt, die ihren Lebensunterhalt alleinerziehend sichern müssen.

Seit 2015 ist es Männern erlaubt, ihre Adoptivtöchter ab 13 Jahren zu heiraten. Sogar unter 13 können Mädchen mit richterlicher Erlaubnis verheiratet werden.

Die weiteren größten Leittragenden des Regimes sind wie so oft die Kinder. Im Iran wurden 2018 allein 7 Millionen Straßenkinder gezählt – viele von ihnen werden für das Drogengeschäft missbraucht und häufig vergewaltigt.

Abgesehen davon weißt der Iran weitere unzumutbare Missstände auf:

So herrscht dort die höchste Rate an Prostitution, Drogenabhängigkeit und Selbstmorden.

Seit 1979 wurden im Iran offiziell über 6.000 Menschen wegen Homosexualität hingerichtet. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher.
Das brutale und antisemitische Regime bekämpft alles, was als westlich betrachtet wird: das Ablegen des Kopftuchs, Feminismus, Homosexualität, die Moderne sowie Menschenrechte.

Der Hauptgegner ist dabei immer Israel und USA: Um Israel auszumerzen, investiert das Regime das Staatsvermögen in Terror-, Expansionskriegs- und Atomraketenwirtschaft.

Und die Weltgemeinschaft schaut einfach nur zu! meine Damen und Herren,
Auch in Deutschland haben die Kultur-Relativisten und Toleranten dieser Praxis nichts entgegenzusetzen oder sympathisieren gar damit.

Sie begreifen nicht, dass sie mit ihren kultur-relativistischen Theorien und ihrer Toleranz zum Werkzeug einer aggressiven Islamisierungspolitik der menschenverachtenden Mullahs geworden sind.

Im Mai 2018 waren die USA einseitig aus dem Atomvertrag ausgestiegen und verhängten seitdem in zwei Stufen die laut US-Regierung “schärfsten Sanktionen aller Zeiten” gegen den Iran. Als Begründung erklärte US-Präsident Donald Trump, die iranische Regierung sei “Hauptsponsor des Terrorismus” und exportiere “Gewalt, Terror und Konflikte”.

Von einer “Teilkündigung” des Atomdeals wird in Teheran schon lange gesprochen.

Am 08.05.2019 haben die Mullahs für die 5 Länder eine Frist von 60 Tagen gesetzt. Die 5 Länder sollten die USA unter Druck setzen, den Atom-Deal einzuhalten. Damit suchen sie demonstrativ den Schulterschluss mit dem Kreml.

Irans Präsident setzt auf Eskalation – und den Europäern eine Frist: Deutschland, Frankreich und Großbritannien sollen binnen zwei Monaten das Atomabkommen retten. Er droht damit, sonst Flüchtlinge und Drogen aus Afghanistan durchzuwinken. (Quelle: “Spiegel Online von 08.05.2019”)

Diese Handlungen verdeutlichen noch einmal, dass das islamische Regime seine Macht seinem Volk als auch der Außenwelt gegenüber mit Erpressung und Gewalt aufrechterhält.
Unsere Forderungen an die deutsche Regierung sowie die Europäische Union daher sind:

  • Sich den internationalen Sanktionen der USA gegen den Iran anzuschließen
  • Es ist an der Zeit, dass Europa es erkennt und die Revolutionsgarde auf der Terrorliste einstuft
  • Verbot des Al-Quds-Tag in Berlin

 

Frauen in der Islamischen Welt sind nur halb so viel Wert wie ein Mann, aber
unsere Frauen wollen im 21. Jahrhundert endlich wie Menschen behandelt werden und “Gleichberechtig, selbstbestimmt und frei” leben.

Deshalb fordern wir:

• die Solidarisierung mit Frauen in der islamischen Welt!
und
• die Trennung von Staat und Religion im Iran!

Wir sagen:

• NEIN zu Frauenfeindlichkeit und Unterdrückung
• NEIN zur Verheiratung Minderjähriger
• NEIN zu Zwangsverschleierung von Frauen und Mädchen
• NEIN zu sexueller Belästigung von Frauen und Mädchen
• NEIN zum Missbrauch und zur Zwangsarbeit von Kindern
• NEIN zu Zwangsprostitution
• NEIN zu Genitalverstümmelung
• NEIN zu Ehrenmord
• NEIN zu Steinigungen
• NEIN zur Leugnung von Homosexualität im Islam
• NEIN zur Hinrichtung von Homosexuellen und politischen Gefangenen!
• NEIN zur Verfolgung von Nicht-Muslimen
• NEIN zur islamischen Scharia und zur zunehmenden Frauenfeindlichkeit!

Mit großer Besorgnis beobachten wir seit Jahrzehnten die schwindende Freiheit von Frauen und Mädchen in der islamischen Welt, aber zunehmend auch in Europa.

Frauenaktivistinnen, die im Iran ohne Kopftuch auf die Straße gehen, landen im Gefängnis: So auch die prominente Rechtsanwältin Nasrin Sotudeh, die im Juni 2018 dafür verhaftet wurde, dass sie drei Frauenrechtlerinnen verteidigte:
Sie wurde hierfür zu 38 Jahren Gefängnis verurteilt.

In diesem Sinne wünschen wir uns, in Zeiten von aufkommendem Rechtspopulismus, religiösem Fanatismus und Fremdenfeindlichkeit mit dieser Demonstration ein Zeichen zu setzen, damit die Europäische Union und die deutsche Regierung der islamistischen Bewegung den Garaus macht.

Last but not least
Seit 40 Jahren geht es dem iranischen und afghanischen Volk miserabel.

 

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